Die Jury des Cine Bonn Bleu Kurzfilmfests 2026
Eine vielseitig besetzte Jury begleitet das Cine Bonn Bleu Kurz Film Fest 2026 und entscheidet über die Vergabe des Jurypreises.
Mit dabei sind Carmen Emmert vom Kunstrasen, Miriam Barhoum von der Bundeskunsthalle, die Schauspielerinnen Laura Euler-Rolle, die Schauspieler Martin Angerbauer und Sebastian Urzendowsky sowie die Sängerin Mathilda Becker.
Unterschiedliche künstlerische Perspektiven und Erfahrungen aus Film, Musik und Kultur kommen hier zusammen und schaffen einen facettenreichen Blick auf die eingereichten Kurzfilme.
Kulturmanagerin, Kommunikationsexpertin, Netzwerkerin – und leidenschaftlicher Film- und Serienfan.
Carmen Emmert lebt Kultur nicht nur beruflich. Seit vielen Jahren bewegt sie sich dort, wo Musik, Kommunikation, Menschen und neue Ideen zusammenkommen. Nach ihrem Studium an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn führte ihr Weg mitten hinein in die deutsche Musik- und Veranstaltungsbranche.
Von 1996 bis 2001 war sie Teil des legendären Bizarre Festivals und begleitete als Marketingexpertin dessen Entwicklung zu einem der ersten deutschen Musikfestivals, das Musik, Haltung und Lebensgefühl zu einem echten Lifestyle-Event verband. Im Laufe ihrer Karriere verantwortete sie die Kommunikation für Hunderte von Konzerten und Shows – darunter Auftritte von Michael Jackson, Pink Floyd, U2, Tina Turner und David Bowie.
Heute prägt Carmen Emmert maßgeblich das Markenbild des KUNST!RASEN Bonn. Wenn dort jeden Sommer nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler wie Nick Cave, Moby, Jan Delay oder Montez vor bis zu 10.800 Menschen auftreten, verantwortet sie die Kommunikation rund um die Marke. Ihr Spektrum reicht von PR, Social Media und Ticketing bis zu Marketing und Brandbuilding.
Als Vorstandsmitglied des KUNST!RASEN Verein e. V. engagiert sie sich darüber hinaus für eine lebendige und vielfältige freie Kulturszene in Bonn. Dabei versteht sie sich vor allem als Netzwerkerin: Menschen aus Kultur, Initiativen, Wirtschaft und Politik zusammenzubringen und daraus neue Ideen und Kooperationen entstehen zu lassen, gehört für sie zu den spannendsten Seiten ihrer Arbeit.
Ihre Begeisterung für Geschichten endet allerdings nicht an der Konzertbühne. Filme und Serien sind seit vielen Jahren eine große Leidenschaft. Carmen Emmert interessiert besonders, wie es gelingt, in wenigen Bildern eine Atmosphäre entstehen zu lassen, Figuren glaubwürdig zu zeichnen und Geschichten zu erzählen, die im Kopf bleiben. Die Begegnung mit Kurzfilmen durch das Cine Bonn Bleu Kurzfilmfestival eröffnete für sie die neue Welt des Kurzfilm und die hohe Kunst eine Message in kürzester Zeit präzise und eindringlich auf den Punkt zu bringen
Carmen Emmert ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Bonn-Muffendorf.
Mathilda ist in und für Bonn musikalisch. Als Sängerin der Bonner Band „aerosol“ hat sie Bühnenerfahrung und viel Leidenschaft für Kunst und Musik.
Künstlerisch und musikalisch früh gebildet, sind für sie Bühne und Inszenierung kreativer Alltag. Die Verbindung zum Kurzfilm entstand für sie als Kamera- und Regieassistentin bei mehreren Produktionen.
Miriam Barhoum ist Programmkuratorin für darstellende Künster bei der Bundeskunsthalle und verantwortet dort das Live-Arts-Programm, das Tanz, Musik, Theater und Performance umfasst.
Mit ihrer Programmgestaltung möchte sie Künstler*innen und Kollektiven, die interdisziplinär arbeiten, eine Plattform bieten und den Austausch zwischen unterschiedlichen künstlerischen Disziplinen fördern. Performance im musealen Kontext nimmt dabei eine zentrale Rolle in ihrer kuratorischen Arbeit ein. In diesem Zusammenhang verantwortete sie unter anderem die Realisierung der Reperformances für Marina Abramović Ausstellung im Jahr 2018
Nach ihrem Masterabschluss in Medien- und Kulturwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zog Miriam nach London. Dort sammelte sie umfangreiche Erfahrungen im Kunst- und Kulturbereich, insbesondere in den Bereichen Audience Development und Audience Engagement.
Martin Angerbauer wurde in Österreich geboren und wuchs auf einem Bauernhof in der Steiermark auf. Nach seiner Schauspielausbildung am Franz Schubert Konservatorium in Wien arbeitete er als Schauspieler an Theatern in Österreich und Deutschland, u.a. Bregenzer Festspiele, Theater an der Walfischgasse, Wien. Er war auch als Puppenspieler für das international renommierte Blind Summit Theatre tätig.
Heute lebt und arbeitet Martin in London und Wien und ist sowohl in deutschsprachigen als auch internationalen Produktionen vertreten. Zu seinen Film- und Serienarbeiten zählen unter anderem „Peaky Blinders: The Immortal Man“, „Atomic Blonde“, „The Last Kingdom“, „The Witcher“, „Mars” uvm. (NETFLIX, PRIME…)
Aktuell ist er in der Rolle als Boxback, eine der Hauptrollen in „Myth of Man“, auf APPLE TV und AMAZON zu sehen.
Seine Figuren bewegen sich häufig zwischen charismatischer Autorität, innerer Zerrissenheit und einer unterschwelligen Unberechenbarkeit. Die Querflöte, mit der er bereits als Kind begann, spielt er bis heute täglich und zählt zu seinen großen Leidenschaften.
Diesen Herbst dreht er seinen ersten Steirerkrimi STEIRERFLUCHT in der Rolle des Investigativjournalisten Hans Malik unter der Regie von Wolfgang Murnberger (ORF, ARD) und begibt sich damit zurück zu seinen steirischen Wurzeln.
Sebastian Urzendowsky wurde 1985 in Berlin geboren und wuchs dort auf. Er spielte Kinder- und Jugendtheater und wurde dabei von Hendrik Handloegten für dessen Debütfilm Paul Is Dead entdeckt. Es folgten Rollen in Filmen wie Der Felsen von Dominik Graf, Lichter von Hans-Christian Schmid und dem Oscar-prämierten Drama Die Fälscher von Stefan Ruzowitzky.
Sebastian Urzendowsky studierte Schauspiel an der Universität der Künste, Berlin. Durch den Film Pingpong von Matthias Luthardt, der in der Semaine de la critique in Cannes seine Premiere feierte, entstand eine Verbindung zu Frankreich. Dort drehte er unter anderem mit Mia HansenLøve Un amour de Jeunesse und Jessica Forever mit dem Regie-Duo Caroline Poggi und Jonathan Vinel. Darüber hinaus war er Teil des Ensembles von The Way Back, dem letzten Film von Peter Weir. Sebastian Urzendowsky wurde zweimal mit Grimme-Preis ausgezeichnet für seine Darstellungen in Christian Schwochows Verfilmung von Der Turm und NSU — Heute ist nicht alle Tage. Bei dem Kurzfilm Schutzbefohlen mit Jakob Matschenz und Mika Tritto führte er erstmals selbst Regie. Der Film wurde beim Achtung Berlin Festival im Wettbewerb gezeigt und vom Forum Mittellang für den Big Shorts Award nominiert.
Laura Euler-Rolle, geboren 1999, lebt und arbeitet als bilinguale Schauspielerin in Wien und London. Erste Bühnenerfahrungen sammelte sie am Wiener Kindertheater und später am Wiener Jugendtheater. 2018 zog sie nach London, um an der renommierten Guildhall School of Music and Drama zu studieren. Dort war sie unter anderem als Laura in „Die Glasmenagerie“, Mrs. van Buren in „Intimate Apparel“ und Isobel in „Bull“ am Milton Court Theatre und Silk Street Theatre zu sehen.
Seit ihrem Abschluss im Herbst 2022 steht sie in nationalen und internationalen Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera, darunter die Sky-Serie „The Diplomat“, die Netflix-Serie „Totenfrau“ sowie diverse ORF/ZDF-Produktionen wie der Film „Wiener Blut – Berggericht“. Daneben ist sie Teil der Theatergruppe kollekTief, mit der sie im vergangenen Jahr den Niederösterreichischen Kulturpreis gewann und für die sie Regie führt, schreibt und spielt; dieses Jahr mit zwei Produktionen beim Theaterfestival Hin & Weg. Zudem arbeitet sie als Sprecherin.
Programm CINE BONN BLEU
Tauchen Sie ein in die Welt des Kurzfilms! Vom 5. bis 9. November 2026 präsentiert das Cine Bonn Bleu Kurz Film Fest im Kinopolis Bad Godesberg und in der Bundeskunsthalle Bonn ein vielfältiges internationales Programm.
Drama, Komödie, Dokumentarfilm, Animation, Horror oder Splatter: Entdecken Sie außergewöhnliche Kurzfilme, die Geschichten in wenigen Minuten auf den Punkt bringen – emotional, überraschend, berührend und manchmal ziemlich schräg.
Einige der Filmschaffenden sind persönlich vor Ort und stellen ihre Werke vor. In moderierten Q&A-Sessions gibt es Gelegenheit, mehr über die Filme, ihre Entstehung und die Menschen dahinter zu erfahren.
Durch das Festivalprogramm führen Roland Silbernagl, Katrin Michaelsen, Laura Euler-Rolle und Martin Angerbauer.
Kino 11
Feierliche Eröffnung des Cine Bonn Bleu Kurz Film Fests 2026 mit Sektempfang. Mit kuratierter Filmauswahl.
Im Anschluss lassen wir den Abend gemeinsam in der Lounge auf der 1. Etage ausklingen.
Kino 3
22:00 Uhr – Bleu Splatter
Kino 4
22:00 Uhr – Bleu Horror
Kino 3
15:30 Uhr – Bleu 1
17:30 Uhr – Bleu 2
19:30 Uhr – Bleu 3
21:30 Uhr – Bleu 4
23:00 Uhr – Bleu Horror
Kino 4
15:30 Uhr – Bleu 6
17:30 Uhr – Bleu 5
19:30 Uhr – Bleu 4
21:30 Uhr – Bleu 3
23:00 Uhr – Bleu Splatter
Kino 3
11:00 Uhr – Bleu 5
13:00 Uhr – Bleu 6
Kino 4
11:00 Uhr – Bleu 3
13:00 Uhr – Bleu 2
Kino 3
12:00 Uhr – Bleu youth
Kino 4
12:00 Uhr – Spezials – Filme der Eröffnungsgala
(Bleu – Best of Festival)
Kino 3
19:30 Uhr – Spezials – Die Gewinnerfilme
(Bleu – Best of Festival)
Zum Abschluss des Festivals kommen die ausgezeichneten Filme noch einmal auf die große Leinwand.
Eine letzte Gelegenheit, die Gewinner des Cine Bonn Bleu Kurz Film Fests 2026 gemeinsam im Kino zu erleben.
Forum
Künstliche Intelligenz verändert die Filmwelt – von der Ideenfindung und Produktion bis zu Bild, Ton und Postproduktion. Beim KI-Panel widmen wir uns aktuellen Entwicklungen, Möglichkeiten und Fragestellungen rund um KI und Film.
In Kooperation mit dem Lamarr Institut.
Freie Platzwahl · Eintritt frei
Bleu 1–6
Ein ganzer Nachmittag und Abend im Zeichen des Kurzfilms: Beim großen Cine Bonn Bleu Kurzfilm-Marathon zeigen wir die Programme Bleu 1 bis Bleu 6 mit 10 min. Pause nach jedem Block. Länge pro Block ca 1 Std.
Der festliche Höhepunkt des Cine Bonn Bleu Kurz Film Fests 2026: Gemeinsam feiern wir die ausgezeichneten Filme und ihre Filmschaffenden.
Verliehen werden die Festivalpreise in den verschiedenen Kategorien – darunter Jurypreis, Publikumspreis, Beste Filmmusik und Jugendpreis.
Kuratiert von Dominik Saxl
vom Deadline Magazin.
Kuratiert von Dominik Saxl
vom Deadline Magazin.