Während der feierlichen Preisverleihung im Maritim Hotel wurden der Publikumspreis und der Jurypreis verliehen – beide mit einem Preisgeld von 500 €. Mit diesen Auszeichnungen würdigen wir die herausragenden Beiträge und das besondere Engagement der Filmschaffenden, die das Festival in diesem Jahr bereichert haben.
Preisverleihung Begründung
Dieses Jahr gab es eine Vielzahl herausragender Beiträge. Bei der Besprechung haben wir zu Beginn alle den Film benannt, der uns am meisten im Kopf geblieben ist. Tatsächlich waren wir uns sofort einstimmig einig, dass es einen Film gab, der uns vom Anfang bis zum Ende in seinen Bann gezogen und uns noch lange nach dem Abspann beschäftigt hat.
In der technischen Umsetzung zeigt sich höchste Präzision und Kreativität. Das Sounddesign ist außergewöhnlich und zieht uns unmittelbar in die Atmosphäre des Films hinein. Die bedeutungsvolle Choreografie, die durchdachte Kameraführung und die sorgfältig gewählten Perspektiven fügen sich zu einem ästhetischen wie emotionalen Gesamtwerk zusammen. Inhaltlich spielt der Film mit der Vorstellungskraft der Zuschauenden und erzeugt dadurch ein enormes Spannungsfeld. Die vielschichtigen Dialoge tragen maßgeblich zu einer tiefgründigen Charakterdarstellung und psychologischer Tiefe bei. Die kraftvolle Dramaturgie führt zu einem extrem wirkungsvollen Höhepunkt, der noch lange nachhallt. Auch thematisch wagt der Film große Fragen: Wie weit würden wir für Kunst gehen? Und wie weit, um die Realität so authentisch wie möglich nachzuahmen? Dabei stellt er Fragen über Macht und Verantwortung, über das Verhältnis von Kunst und Moral. Gesellschaftskritisch erinnert uns der Film daran, wie gefährlich es sein kann, Macht nicht zu hinterfragen.
Der Große Jury Preis des Cine Bonn Bleu Kurz Film Fest 2025, gestiftet von der Goldschmiede Krick geht an:
Syncope – Linus von Stumberg
Publikumspreis – Begründung
Der Publikumspreis ehrt den Film, der die Zuschauerinnen und Zuschauer in diesem Jahr am stärksten bewegt hat.
Der Film berührt das Publikum besonders durch seine einfühlsame und zugleich eindringliche Darstellung eines schwierigen und hochaktuellen Themas: die Herausforderungen, mit denen queere Menschen in einer christlichen Gemeinde konfrontiert sind. Mit klarer Erzählweise und fein gezeichneten Figuren macht der Film erfahrbar, wie belastend Spannungen zwischen persönlicher Identität, Glauben und Gemeinschaft sein können.
Gerade diese authentische, menschliche Perspektive hat viele Zuschauerinnen und Zuschauer erreicht, zum Mitfühlen angeregt und Gespräche weit über den Filmabend hinaus ausgelöst.
Der Publikumspreis des Cine Bonn Bleu Kurz Film Fest geht an:
God is Grey – Jennifer Drake
Kuratiert von Dominik Saxl
vom Deadline Magazin.
Kuratiert von Dominik Saxl
vom Deadline Magazin.